Wie das Treffen zwischen Salvatore Viganò, Tänzer und Erfinder des sogenannten Choreodramas, und dem nahezu dreißigjährigen Beethoven zustande kam, weiß man nicht genau. Fakt ist, dass der Komponist im Jahr 1800 den Auftrag vom k.k. Theater in Wien erhielt, Musik für ein von Viganò entworfenes choreografisches Sujet zu erstellen: einen „heroischen allegorischen Tanz“ in zwei Akten, dessen Thema sehr frei auf den griechischen Mythos von Prometheus anspielte.
Anlässlich der Geburt des Sohnes von Richard Wagner heiratete der deutsche Komponist 1869 seine zweite Frau Cosima. Als Dankeschön für die Geburt seines Sohnes Siegfried widmete der Komponist ihr ein instrumentales Stück, in dem er neue Ideen mit Themen aus seinen bereits bestehenden Werken vermischte. So entstand das Siegfried-Idyll, das eines Morgens überraschend von einem kleinen Orchester auf der Treppe ihrer Villa aufgeführt wurde.
Die Sinfonie in c-Moll von Mendelssohn, ein Werk eines fünfzehnjährigen Teenagers, wurde 1824 nach einer Reihe von zwölf Stücken, die als jugendlich betrachtet wurden, geschrieben. Die Uraufführung weist bereits alle Merkmale des mendelssohn'schen Stils auf: extreme Flüssigkeit der Rede, Fülle an melodischer Erfindung, Transparenz und rhythmische Lebhaftigkeit. Bei der Uraufführung 1827 im Gewandhaus zu Leipzig wurde die Sinfonie in c-Moll mit lautem Beifall gefeiert. Wie der Komponist selbst schrieb: Sie wollten, dass ich das Adagio wiederhole, aber um das Publikum nicht zu langweilen, bin ich weitergemacht. Als ich das Scherzo beendet hatte, gab es kein Entkommen: Ich wurde sofort gezwungen, es erneut zu spielen, und beim Finale musste ich mich gewaltsam von dem Podium trennen. Sie wollten mich nicht gehen lassen!
Drei völlig verschiedene Werke, und doch verbunden durch den Mut zur Innovation. Ein Programm, das perfekt in ein Jahr passt, in dem Italien die Welt mit den Olympischen Winterspielen Mailand-Cortina 2026 zu sich ruft: ein Fest der Kreativität, der Begegnungen und der großen Erzählungen.
PROGRAMM:
Ludwig van Beethoven: 4 Auszüge aus "Die Geschöpfe des Prometheus" op. 43
Richard Wagner: Siegfried-Idyll
Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 1 in c-Moll op. 11
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WICHTIG: Am Tag des Konzerts ist es notwendig, bis 20:30 Uhr zu erscheinen; andernfalls wird das offizielle Ticket an andere Gäste vergeben.