LAMPONI ist ein weibliches Terzett , das für unkonventionelle Räume wie Höfen historischer Gebäude, Plätze oder
Klöster gedacht ist. Drei junge Frauen erscheinen auf der Bühne wie Figuren, die in der Zeit schwebend sind, und rufen Bilder von
Gemälden, Büchern oder Filmen hervor. Angezogen von einem Stillleben – einem Tablett mit roten Früchten innerhalb eines Rahmens –
werden sie in eine unerwartete Transformation gedrängt.
Die Aufführung erkundet die weibliche Figur in der Kunstgeschichte, wobei der männliche Blick
hinterfragt wird, der sie traditionell repräsentiert hat. Göttinnen oder Verführungen, Engel oder Dämonen, Frauen wurden mit
extremen Kontrasten erzählt, oft fern ihrer historischen Realität. Zu Beginn verkörpern die Protagonistinnen diese
Stereotypen – Anmut, Schönheit, Eleganz – doch im Laufe der Performance bröckeln die Bilder und revelieren
intimere und facettenreichere Identitäten, zwischen Unruhe, Stärke und Instinkt.
Durch ein Spiel von Leichtigkeit und Monsterhaftigkeit konstruiert LAMPONI eine Erzählung, die die Stereotypen herausfordert und auflöst, indem sie Ironie und Sinnlichkeit mischt. Ein Tanz zwischen Licht und Schatten, der der Weiblichkeit ihre
veränderliche, provokative und tief freiheitliche Natur zurückgibt.