Am 25. Juli 1943, dem Tag des Misstrauens und der Festnahme Mussolinis, wurde in ganz Italien, in der Illusion vom Ende des Krieges und eines tragischen zwanzigjährigen Zyklus, gefeiert. In Campegine, einem kleinen Dorf in der Emilia-Romagna, feierte die Familie Cervi auf ihre Weise, indem sie 380 Kilogramm Pasta in Milchkübeln auf den Platz brachte und diese allen Dorfbewohnern anbot. Streng in Weiß: es waren Makkaroni, die mit Butter und Käse zubereitet waren, ein noch mehr “Festessen” in dieser Zeit der Entbehrungen.
Die Familie der sieben Brüder Cervi (Gelindo, Antenore, Aldo, Ferdinando, Agostino, Ovidio und Ettore) war offen antifaschistisch, katholisch und demokratisch. Nach dem Fest begann für sie die Zeit des Kampfes in der Résistance, wenige Monate, bevor sie gefangen genommen, gefoltert und schließlich erschossen wurden.
Im Laufe der Jahrzehnte wurde die Tradition der Pasta-Verteilung in Erinnerung an die Brüder Cervi lebendig gehalten: Zur historischen Antifaschistischen Pasta von Casa Cervi, die jährlich im Institut Alcide Cervi in Gattatico stattfindet, kam das „Netzwerk der antifaschistischen Pastasciutte“ mit hunderten von Initiativen in ganz Italien und sogar im Ausland hinzu.
Die antifaschistische Pasta im Val di Fiemme wird von ANPI Trentino und Villa Flora gefördert, mit der Teilnahme der Gruppe Emergency Fiemme und Fassa sowie CGIL-SPI von Trentino.
Das Programm des Tages sieht ab 12.00 Uhr Pasta + Wassermelone zum Preis von 10 € vor (ein großer Teil wird an Emergency gespendet), während die Bar während der gesamten Veranstaltung geöffnet bleibt; ein Beitrag des Historikers Giacomo Panozzo wird einen historischen Rahmen für den Jahrestag bieten; es folgt Live-Musik mit dem Sänger-songwriter Luciano Forlese. Zudem wird die Ausstellung “Frei und Souverän: die 21 Frauen, die die Verfassung gemacht haben” gezeigt.
Die Teilnahme an der Pastasciutta ist auch eine Gelegenheit, Solidarität mit dem palästinensischen Volk zu zeigen: Nach Abzug der Kosten wird der Erlös an Emergency für die Projekte in Gaza gespendet.
Einwohner und Gäste sind eingeladen.